Menschen zu Metaphern, ihr ganzes, ganzes grausiges Leben
zur Lüge ernannt und sogar noch ihr Tod.
Orden werden verliehen
den Lügensoldaten und Offizieren,

sie schießen mit Lügen auf Menschen

und schießen sie endgültig tot.“
M. Schalleck

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Dissoziative Identitätsstörung (DIS) 

(früher: Multiple Persönlichkeitsstörung, MPS)

"Kampf den Opfern von Folter"

DIS - Das "ultimative False Memory Syndrome" 

Beweise für die Verursachung von DIS durch Trauma

Angebliche Beweise für "eingeredete DIS"

Besonders unerfreulich für Missbrauchsopfer und DIS-Kranke

 DIS - Das "ultimative False-Memory-Syndrome"

Ein scharfsinniger False Memory-Vertreter bemerkte unlängst, MPS, die multiple Persönlichkeitsstörung (heute: DIS, Dissoziative Identitätsstörung) sei das ultimative False-Memory-Syndrome (FMS). Diese Behauptung wird oft auch "soziokognitive Theorie der DIS" genannt.

Danach wären auch an dieser schweren Krankheit natürlich die Therapeuten schuld, nicht die Kindesmissbraucher. Weil der Therapeut z.B. diese Störung gerne sehen möchte, fängt der Patient an, sie zu inszenieren, so etwa sollen wir glauben.

Doch wie bereits dargestellt: Ein False Memory Syndrome gibt es nicht, nicht in anfänglicher und folglich auch nicht in ultimativer Form.

MPS/DIS dagegen gibt es (genauso wie es echte Erinnerungen an sexuellen Missbrauch gibt), und es handelt sich um eine reale Folge realer Gewalt, egal ob uns das gefällt oder nicht.

 Beweise für die Verursachung von DIS durch Trauma

Dies sind die offensichtlichsten Beweise (vgl. im Einzelnen Schalleck 2006 u.d.d.a.Lit. sowie die ausführlichen Literaturhinweise auf www.falsche-erinnerungen.de)

j Die Betroffenen leiden lebenslang unter den wechselnden schweren Symptomen dieser Störung, auch lange vor einer Therapie oder Diagnose

j In wissenschaftlichen Studien findet man durchschnittlich 4% der Psychiatriepatienten mit dieser Störung, ohne dass diese Patienten je die Diagnose erhalten hätten, selbst glaubten daran zu leiden oder auch eine entsprechende Behandlung erhalten hätten. Das bedeutet: Die „suggestiven Einflüsse“, welche von FMS-Vertretern zur Ursache der Störung erklärt werden, können in all diesen Fällen nicht stattgefunden haben

j Bei den Betroffenen finden sich typische organische Schäden im Gehirn, wie bei vielen anderen Traumaopfern auch. Bei DIS sind diese Schäden stärker ausgeprägt als z.B. bei Borderlinestörungen

j Erste Ansätze zum wissenschaftlichen Beweis des traumatischen Ursprungs wurden im psychologischen Forschungslabor erbracht (Forschungen von van der Hart/Nijenhuis, Literatur vgl. auch: www.falsche-erinnerungen.de)

j Langzeitstudien zeigen, dass die typischen Symptome des Kreises der dissoziativen Störungen um so häufiger und stärker auftreten, je mehr und gravierendere traumatische Erlebnisse (v.a. in der Kindheit) vorlagen (Ogawa et al.)

j Eine Studie mit zwölf Mördern mit der Diagnose DIS förderte zutage, dass die Symptome bei den Betroffenen bereits seit ihrer Kindheit nachweisbar waren, ebenso wie massive Traumatisierungen im Kindesalter (Lewis et al. 1997)

j In der Hirnforschung steht seit einiger Zeit ein modularer Aufbau des Gehirns mit zahlreichen (teil-)autonomen „Willenszentren“ außer Frage (vgl. Markowitsch, Damasio, LeDoux). Dieser begründet die Möglichkeit einer Etablierung „multipler Persönlichkeiten“

j Für Hirnforscher steht außerdem außer Frage, dass Stress bestimmte koordinierende Funktionen im Gehirn stark beeinträchtigt (vgl. LeDoux) – eine weitere Voraussetzung für die Etablierung dissoziativer (d.h. miteinander nicht verbundener) Hirnstrukturen durch schwere Traumatisierung

j Manche Teilpersönlichkeiten unterscheiden sich in ihren körperlich messbaren Reaktionen so deutlich voneinander als wären sie verschiedene Menschen.

 Angebliche Beweise für die "eingeredete DIS"

Die „Beweise“ für die Möglichkeit einer versehentlichen Einredung von DIS durch Therapeuten bestehen dagegen in einer losen Sammlung von Behauptungen und Indizien. Bei Kenntnis der Sachlage sind die vermeintlichen Beweise für die Einredung aber nur Einzelbestandteile der realen Situation dieser Krankheit - aus dem Zusammenhang gerissen.

Zum Beispiel wird angeführt, dass vor der offiziellen Einführung der Diagnose MPS/DIS nur äußerst selten diagnostiziert wurde. – Wen wundert es aber, dass eine Diagnose, die in keinem Diagnosekatalog zu finden ist, selten gestellt wird?

Der stärkste „Beweis“ dafür, dass Therapeuten DIS verursachen sollen, sind Studien, in denen Probanden zeigten, dass sie einige der offensichtlicheren Symptome der Störung auf Anforderung simulieren konnten. – Nach dieser Logik müsste man z.B. auch Herzinfarkte für „soziokognitiv“ verursacht erklären, denn selbstverständlich können Probanden entsprechende Symptome ebenfalls simulieren. Dies nur einige Beispiele für die herzzerreißende Logik dieser Theorie.

Alles in allem gibt es außer einigen an den Haaren herbeigezogenen Konstrukten keinen Beweis für die Möglichkeit einer soziokognitiven Verursachung von DIS/MPS. Diese vermeintliche „Theorie“ ist natürlich z.B. auch außerstande die mit objektiven Methoden nachweisbaren physiologischen Unterschiede zwischen den verschiedenen Teilpersönlichkeiten auch nur ansatzweise zu erklären.

Aber gibt es eine Fülle von Indizien und Beweisen dafür, dass die schwere psychische Krankheit DIS durch autohypnotische Selbstrettungsversuche angesichts überwältigender traumatischer Erlebnisse in der Kindheit entsteht. Und anstelle von suggestiven Einflüssen von Therapeuten lassen sich in vielen Fällen massive suggestive Einflüsse seitens der Täter nachweisen. Diese Einflüsse, zusammen mit den schweren Schocks, in welche die Kinder versetzt werden, führen zur Ausbildung "multipler Persönlichkeiten".

 Besonders unerfreulich für Missbrauchsopfer und DIS-Kranke 

Es lassen sich ernsthafte Motive zur Verleugnung von MPS/DIS auf (US-) Regierungsebene nachweisen. Leider muss man davon ausgehen, dass die mangelhaften Therapieangebote für diese Krankheit und die verbreitete öffentliche Verleugnung der Existenz dieser Störung etwas mit solchen Interessen zu tun haben könnte (Hintergründe vgl. Schalleck 2006)

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